DMITRIDRAGILEW
DE RU EN

Musik

Dmitri Dragilew am Flügel

Jazzpianist, Arrangeur, Komponist, Bandleader — die zweite Lebenshälfte jedes Tages. Dragilews Musik und seine Literatur teilen denselben Puls: die Kritik nannte seine Gedichte „nach der Logik des Jazz“ gebaut.

Ensembles

The Oskar Strock & Eddie Rosner Orchestra

The Oskar Strock & Eddie Rosner Orchestra

Initiator, Pianist strock-rosner.com ↗

Das einzige Ensemble weltweit, das die einst verfemte und für verloren erklärte Musik von Oskar Strock und Eddie Rosner rekonstruiert und aufführt — Auftritte u.a. im Konzerthaus am Gendarmenmarkt, Kulturforum Wiesbaden, JazzHall Hamburg.

„…geht auf die unermüdlichen Bestrebungen von Dmitri Dragilew zurück, der seit vielen Jahren als Musiker, Autor und Forscher tätig ist.“ — Tatjana Strock, strock-rosner.com

The Swinging PartYsans

Leitung, Arrangements, eigene Kompositionen strock-rosner.com ↗

Ein Berliner Kleinod der Swing-Tradition Eddie Rosners — im Repertoire auch Kompositionen und Lieder von Dragilew selbst.

Kapelle Strock

Leitung — russischer Tango

Russischer Tango: Strock, Rosner, Wertinski, Petersburski, Dunajewski — „eine Reise in eine Welt der Liebe und Lieblosigkeit, unterdrückter Sehnsucht und vulkanischer Leidenschaft“.

Advocates Of Swing

Leitung

Swing-Formation — eine der Besetzungen, in denen Dragilew die Musik der 1930er- und 40er-Jahre auf die Bühne bringt.

Eigene Kompositionen

Schon beim Lettischen Rundfunk trat er als Liedermacher auf — eines seiner Lieder lief zehn Jahre lang als Erkennungsmelodie der Sendung «День за днем» (Tagaus, tagein).

«Медленный свет» (Slow Light)

«Медленный свет» (Slow Light)

Radio

Radio ist die dritte Bühne: Volontär und freier Mitarbeiter der russischen Redaktion des Lettischen Rundfunks (1992–1995), dann Mitbegründer von Radio Akzent — der ersten russischsprachigen FM-Sendung Thüringens (erste Sendung 13. Januar 2000; Chefredakteur der Erfurter Redaktion 2000–2005, Koordinator der Berliner Gruppe ab 2011; 2005 Hospitanz bei «Эхо Москвы»). 2017 die Jazz-Rubrik «Шмаляем джаз!» — von Zfassman über Glenn Miller bis Strock und Rosner.

Tango-Forschung

Dmitri Dragilew — Porträt

Zwei Bücher machten Dragilew zur Referenz für die Geschichte des russischen Tango und des sowjetischen Jazz: «Лабиринты русского танго» (2008) und die Rosner-Biografie «Шмаляем джаз, холера ясна!» (2011). 2023 sprach er als Vertreter der Strock-&-Rosner-Gesellschaft auf der Rigaer Konferenz zum 130. Geburtstag Oskar Strocks; 2024 erschien sein englischsprachiger Aufsatz über die Berliner Jahre beider Musiker (Scripta Musica, Bd. 22).

Die taz porträtierte ihn 2015 als den Mann, der „den russischen Tango dem Vergessen zu entreißen“ versucht:

„Musikwissenschaftlich gesehen sind die Stilmittel von Petersburski regelrecht dämonisch“, erklärt der Tangoexperte Dmitri Dragilew. […] „Für Dragilew ist Strock der unumstrittene König des russischen Tango.“ […] „Dmitri Dragilew versucht, den russischen Tango dem Vergessen zu entreißen.“

taz am Wochenende, 8./9. August 2015 („Russischer Tango — Schiffbruch mit Musik“, taz.de/!5215795)

Auftritte: Worms 2006 · Usedom 2013 · Lviv 2014 · Tangonale Berlin 2014